Skihochtourenwoche Ortlergruppe (6. – 11. April 2015)

Skihochtourenwoche Ortlergruppe – 6. – 11. April 2015
Die Gipfel rund um die Martellerhütte bieten ein ungewöhnlich breites Tourenspektrum an Tourenmöglichkeiten. Einfache Genusstour bis zur hochalpinen Herausforderung wie etwa Besteigung der Zufallspitze in Verbindung mit dem Mt. Cevedale.
Teilnahme Andrea, Birgit, Daniela, Christoph, Peter, Ossi

 

6. April 2015 2015: Anstieg zur Martellehütte (2.610 m)

Marteller Hütte (2.610 m)
Stürmischer Wind und für diese Jahreszeit ungewöhnlich tiefe Temperatur begleiteten uns auf unserem nachmittäglichen Hüttenanstieg. Sogar der Betrieb der Materialseilbahn musste wegen des heftigen Windes eingestellt werden.
Ausgangspunkt: Talschluss Martellertal (2.051 m)
Höhenunterschied: ca. 560 m
Exposition: NNW
Schwierigkeit: II – III
7. April. 2015 Köllkuppe (3.330 m)

Blick von der Köllkuppe auf Königsspitze – Monte Zebru – Ortler
Auch heute ließen die niedrige Temperatur und der eisige Wind keine rechte Freude aufkommen. Nach ungewöhnlich kurzer Gipfelrast mit herrlichem Blick auf die majestetischen traten wir die Abfahrt an. Leider bescherte uns die Schneequalität nur bescheidene Abfahrtsfreuden.
Ausgangspunkt: Martellerhütte (2.515 m)
Höhenunterschied: ca. 720 m
Exposition: N, W
Schwierigkeit: II – III
8. April 2015 Dritte Veneziaspitze (3.356 m)

Stürmisches Wetter bei der Abfahrt von der 3. Veneziaspitze
Der Anstieg begann mit einer langen Querung und führte über den Schranenferner zum Skidepot wenige Meter unterhalb des Gipfels. Kalter Wind und eine, von äußerst unangenehmen Windgangeln zerfurchte Schneedecke,  ließen leider auch heute bei der Abfahrt keine rechte Freude aufkommen.
Ausgangspunkt: Martellerhütte (2.515 m)
Höhenunterschied: ca. 840 m
Exposition: W, N
Schwierigkeit: II – III
9. April 2015 Zufallspitze (3.757 m) – Mt. Cevedale (3.769 m)

Zufallspitze – Mt. Cevedale
Endlich zeigte das Thermometer der Jahreszeit angepasste Temperaturn. Bei nahezu völliger Windstille führte uns unsere heutige Toure zunächst zum Fürkeleferner. Nach Überwindung einer anspruchsvollen, spaltigen Steilstufe hieß es die Skier mit den Steigeisen zu vertauschen um zunächst den Gipfel der Zufallspitze zu erreichen. Der Übergang zum nahegelegenen Mt. Cevedale zeigte sich dann von seiner angenehmsten Seite. Nach rund 5 1/2 Stunden erreichten wir den höchsten Punkt dieser Tourenwoche. Unsere Abfahrtsroute führte uns über den Zufallferner zur Hütte.
Ausgangspunkt: Martellerhütte (2.515 m)
Höhenunterschied: ca. 1.250 m
Exposition: NO, N
Schwierigkeit: II – III
10. April 2015 Madritschspitze (3.2765 m)

Gipfel der Madritschspitze
Der heutige Tourentag führte uns zunächst hinunter in das Tal des Plimabaches. Eine während der Nacht gut durchgefrorene Schneedecke und die prognostizierten Tagestemperaturen ließen besten Firn erwarten. Leider zeigte sich jedoch, dass unser ursprüngliches Ziel, die Butzenspitze über das Butzenjoch, ohne Steigeisen – die waren aber leider auf der Hütte – eher unangenehm zu ersteigen sein dürfte. Allerdings war die Madritschspitze mit Abfahrt vom Butzenjoch ein äußerst lohnender  Ersatz für die Butzenspitze. Übrigens, den erwarteten Firn hatten wir.
Ausgangspunkt: Martellerhütte (2.515 m)
Höhenunterschied: ca. 900 m inkl. gegenanstieg zur Hütte
Exposition: SO,
Schwierigkeit: II – III
11. April 2015 Butzenspitze (3.300 m)

Peter in Aktion im Gipfelhang der Butzenspitze
Der letzte Tag dieser Tourenwoche wurde zu einem ungewöhnlichen Leckerbissen. Über das im obersten Teil ziemlich steile Butzental erreichten wir heute diesen ziemlich einsamen Gipfel. Bester Firn und ein ungemein steiler Gipfelhang übertrafen all unsere Erwartungen und brachten neben der wunderbaren Überschreitung von der Zufallspitze zum Mt. Cevedale einen weiteren absoluten Höhepunkt.
Ausgangspunkt: Martellerhütte (2.515 m)
Höhenunterschied: ca. 1.000 m inkl. gegenanstieg zur Hütte
Exposition: SO,
Schwierigkeit: II – III