Hochtourenkurs Sommer

Eine geschlossene Gruppe aus den Reihen unserer Mitglieder hat am Hochtourenkurs vom 19. – 22. Juli teilgenommen. Die Verhältnisse waren ausgezeichnet, das Wetter zeigte sich jedoch leider sehr labil und unbeständig.

Kursort: Vernagthütte, Vent, Ötztaler Alpen.

Höhenunterschied: Toure bis ca. 900 m

Gipfel: Fluchtkogel (3.500 m)

Teilnehmer: Christian, Etienne, Lukas, Pascal, Simon, Thomas.

Kursleitung: Oswald Helm

Dreierseilschaft am Guslarferner.
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19. Juli 2020: Bei herrlichem Wetter gestaltete sich der Aufstieg vom Gasthaus Rofenhof (danke an den Wirt für die Parkmöglichkeit) zur Vernagthütte sehr angenehm und kurzweilig. Die Nachmittagsstunden dienten dem Erlernen der wichtigsten Knoten die für Hochtouren erforderlich sind. Außerdem wurden die Steigeisen angepasst. Am Abend war dann noch eine Theorieeinheit zum Thema Ausrüstung angesagt.

20. Juli 2020: Ein strahlend schöner Morgen lockte hinaus auf den Gletscher. Die Möglichkeiten der verschiedenen Gletscherseilschaften und Anseilmethoden am Gletscher wurden ebenso erlernt und geübt wie das Gehen mit Steigeisen, sowohl im Firn und Eis als auch im kombinierten Gelände. Am Spätnachmittag erlernten wir in Hüttennähe aktives Abseilen mit Kurszprusik als Selbstsicherung.

21. Juli 2020: Heute standen die Thema Begehung eines Gletschers in Seilschaftsformation und Bergung aus einer Gletscherspalte mit Hilfe der losen Rolle auf dem Programm. Am Guslarjöchl mussten wir jedoch erkennen, dass sich das Wetter zumindest für den heutigen Tag wohl rasch verschlechtern würde. Die umliegenden Gipfel waren bereits in dicke Wolken gehüllt, selbst das nahe Brandenburger Haus war kaum noch zu erkennen. Wir mussten uns also entscheiden:

Abstieg auf den Kesselwandferner und Spaltenbergung – diese Variante wäre beim Rückweg zur Hütte mit einem Gegenanstieg verbunden gewesen – oder Aufstieg zum Gipfel des Fluchtkogels (3.500 m) mit der Option den Anstieg notfalls auch abzubrechen und ohne weiteren Gegenanstieg zur Hütte zu gelangen. Wir entschieden uns für letzteres. Kaum hatten wir den Gipfel erreicht stellte sich leichter Graupel ein. Am Guslarjöchel hatten wir kaum noch sicht. Beim Abstieg über den Guslarferner überraschte uns noch ein Regenschauer.

22. Juli 2020: Am frühen Morgen zeigte sich das Wetter noch recht einladend. Wir planten über den Großen Vernagtferner zur Hochvernagtspitze zu gehen und dabei die gestern entfallene Spaltenbergung nachzuholen. Allerdings blieb es bei den Planungen. Das Wetter verschlechterte sich, leichter Regen setzte ein und wir stiegen nach Rofen ab. Dort angekommen konnten wir allerdings bei strahlendem Sonnenschein auf der Terasse unser Bier genießen. Die Spaltenbergung werden wir im Herbst nachholen.