Im Angesicht des Großglockners

Hochtourenworkshop vom 4. – 7. Juli 2021

Dieser Workshop im Bereich der Oberwalderhütte vermittelte all jene Kenntnisse die man zur Teilnahme an leichten geführten Hochtouren benötigt.

Route: Eingebettet wurde, im Sinne von learning by doing, das Verhalten auf Gletschern, das Erlernen der wichtigsten Konten, das Anlagen einer Spur im vergletscherten, teilweise beachtlich spaltigen Gelände und das Gehen mit Steigeisen.

Schwierigkeiten: Hochtouren im Schwierigkeitsgrad F bis WS.

Teilnehmer: Evelyn, Niki, Sabine, Dominik, PeterS; Ossi H.

Blick auf den Großglockner
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4. Juli 2021: Bei trübem regnerischen Wetter starteten wir unsere Tour auf der Franz-Josefs-Höhe Der vor einigen Jahren neu errichtete Weg durch die Gamsgrube führt zunächst durch mehrere Tunnels und erreicht den Wasserfallwinkel. Der südlichste Teil des Bockkarkees ist wohl nur noch ein Firnfeld über das man den teilweise versicherten Steig, der direkt hinauf zur Hütte führt, erreicht. Leider besserte sich das Wetter kaum. In den Abendstunden setzte Regen ein, der während der Nach in Schneefall überging. 5. Juli 2021: Zwar herrschte nicht gerade tiefster Winter aber rund um die Hütte lagen ein paar cm frischer Neuschnee. Unser heutiges Ziel war die Hohe Riffl (3.338 m). Nach einer kurzen Einführung am Anseilplatz ging es dann über den oberen Pasterzenboden in nordwestlicher Richtung unserem Gipfel entgegen. Der Schneezuwachs während der letzten Tage war beachtlich und das Gehen wurde zu einer mühsamen Stapferei. Nur wenige Meter vor dem Ziel ging dann in der steilen Gipfelflanke im knietiefen Schnee absolut nichts mehr. Es blieb also keine andere als, das Gipfelkreuz beinahe schon in greifbarer Nähe, den Rückzug anzutreten. 6. Juli 2021: Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Ein strahlend blauer Himmel, herrliche Sicht auf die umliegenden Gipfel, allen voran natürlich der Großglockner. Trotz seiner imposanten Erscheinung bot er aber ein eher trauriges Bild: Die PalLavicinerinne konnte man nur noch erahnen, auch die wunderschöne Mayerlrampe ist, abgesehen von einigen kärglichen Rest, nicht mehr vorhanden. Wer nicht genau weiß wo die Berglerrinne verlaufen ist hat keine Vorstellung von dieser einstmals wunderschönen Tour. Der Klimawandel hat sich dramatisch Ausgewirkt. Unsere heutigen Ziele waren der Vordere und der Mittlere Bärenkopf. Die Verhältnisse hätten besser nicht sein können. Hart gefrorener Firn machten verschiedene Übungen mit den Steigeisen m öglich. Auf den beiden Gipfeln konnten wir die wunderschöne Aussicht auf das Große Wiesbachhorn, die Klockerin und die nahe gelegene Hohe Dock genießen. Ein eiskalter Wind erlaubte jedoch keine längere Gipfelrast. Zurück auf der Hütte rückten wir noch eine kräftigen Portion Kartoffel mit Spiegelei zu Leibe ehe wir den Abstieg antraten.